 Den Kiefernwald der Schaabe legte man vor anderthalb Jahrhunderten hier an, um die entstandenen Dünen zu befestigen. Der heutige Name Glowes leitet sich vom slawischen "glowva" ab und bedeutet soviel wie Kopf und gibt einen deutlichen Hinweis auf die frühere Lage des 2 Kilometer langen, aber dafür schmalen Ortes, am 9 Meter hohen „Königshörn“.Für die Namensgebung der imposanten Meeresbucht zwischen dem Kap Arkona und dem Kap Königshörn soll ein niederländischer Admiral Pate gestanden haben, der im Jahre 1673 zusammen mit einem Admiral de Ruyter eine englisch-französische Flottenformation besiegt hatte. Schauplatz dieser Seeschlacht war mit Sicherheit nicht die Ostsee, aber es wir gemutmaßt, daß 11 in die Kampfhandlungen involvierte Fregatten des „Großen Kurfürsten" Friedrich Wilhelm von Brandenburg unter Befehl von Admiral van der Tromp am 13. September 1678 vom Festland kommend, mit weiteren 289 Schiffen bei Neukamp auf Rügen landete. Ob es dabei um eine echte Landung oder nur eine vorgetäuschte militärische Finte zur Irritation des Gegners handelte, vermeldet die Geschichtsschreibung nicht eindeutig. Zwar ist Glowe heute verkehrstechnisch gesehen ein Transitortschaft, aber Station machen lohnt sich nicht nur für Badelustige, die seit Ende des 19. Jahrhunderts die herausragenden Möglichkeiten des Badebetriebes entdeckt haben, sondern der am 20. Mai 2000 eingeweihte Hafen bietet Freizeitskippern und Petrijüngern seither eine moderne und zweckmäßige Heimstatt. Der neudeutsch offiziell genannte „Wasserwander- Rastplatz" verfügt auf 20 000 Quadratmetern und insgesamt 400 Metern Anlegestege Platz für über 81 Liegeplätze für Dauerlieger und Tagesgäste. Die hier jährlich stattfindenden Hafen-, Sanddorn- und Sommersonnenwendfeste sind beinahe schon legendär.
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