Motor weiterer architektonischer Überlegungen war zweifellos die schnurgerade angelegte Straße zwischen dem neuen Bad und dem ursprünglich barocken Schloßgebäude, daß um 1830 nach Entwürfen von Johann G. Steinmeyer im klassizistischen Stil umgebaut wurde. Leider hatten Maltes behördlichen Nachfolger auf Rügen in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts weder das nötige Kleingeld, noch Einsicht in die Notwendigkeit der Erhaltung solcher Bauwerke und gaben das Schloß kurzerhand für die Abrißbirne und Dynamit frei. Trotz diese herben Verlustes erinnern noch heute Marstall, Pergola, Orangerie und das Standbild des Fürsten Wilhelm Malte im Park zu Putbus an den Beginn einer eindrucksvollen Entwicklung.Zu den heute noch zu bewundernden bedeutendsten Gebäuden gehören dabei das Palais Lottum, der ehemalige Fürstenhof, das Pädagogium, das Rathaus und das Theater. Das Theater nach einem Entwurf W. Steinbach in den Jahren 1819 bis 1821 errichtet, faßte 500 Besucher und galt nicht nur zu Fürstenzeit als Treffpunkt der high society. |