Das Rathaus war auf Grund seiner architektonischen Besonderheiten nicht nur Sitz des Rates und Stätte der Rechtssprechung, sondern zugleich ein von regem Geschäftsbetrieb erfülltes Gebäude. Sehr wichtig war dem einflussreichen Rat zur Hansezeit, der auf Stadtrechnung geführte Weinkeller, der als Ruhezone diente und in dem, hochrangigen Gästen, Speisen und Getränke serviert wurden. Kellermeister und Koch genossen hohes Ansehen in der mittelalterlichen Gesellschaft. 1630 hielt sich König Gustav II. Adolf in Stralsund auf und forderte für die Unterstützung seiner Heere die für damalige Verhältnisse unvorstellbare Summe von 100.000 Reichstaler. Zur Erinnerung an dieses Ereignis wurde 300 Jahre später 1930 von der Gustav-Adolf-Stiftung Stockholm eine Büste des Königs überreicht. |